Genial einfach- einfach genial, so lautet das Motto welches sich die Veranstaltergemeinschaft für die GLP Meisterschaft ausgedacht hat.

Und so einfach ist das Regelwerk auch. Hier noch einmal kurz für alle erklärt, die sich unter dem Begriff GLP nichts vorstellen können. Jeder Lauf besteht aus 12 Runden auf der legendären Nürburgring Nordschleife. Nach einer Einführungsrunde wird in der nächsten Runde eine selbst gewählte Zeit „gesetzt“, die in den darauf folgenden 3 Runden möglichst genau zu wiederholen ist. Danach folgen 2 neutralisierte Runden in denen Nachtanken möglich ist. Dann das Gleiche wieder von vorne, 1 Setzrunde, 3-mal bestätigen. Zum Schluss eine Auslaufrunde, fertig. Die gefahrenen Zeiten werden elektronisch von so genannten Transpondern genommen, und bis auf hundertstel Sekunden ausgewertet. Zugelassen sind alle Fahrzeuge die eine Straßenzulassung haben. Sämtliche Änderungen müssen in den Fahrzeugpapieren eingetragen sein. Auch Reifen nur mit Straßenzulassung. Fahrer und Beifahrer sind Pflicht, sowie ein für jeden ein Helm. Sonstige Sicherheitseinrichtungen sind nur empfohlen. Somit kann man mit fast jedem Auto teilnehmen.  

Eine Gruppen- oder Klasseneinteilung gibt es nicht, denn es kommt nicht darauf an wie schnell gefahren wird, sondern auf das genaue Einhalten der Rundenzeit. Hierbei handelt es sich um die kostengünstigste Art Rundstreckensport zu betreiben. Dies spiegelt sich auch an den Starterzahlen wieder. Die 7 Veranstaltungen in diesem Jahr waren alle mit über 150 Fahrzeugen ausgebucht.  


So machten auch wir uns auf, ausgerüstet mit Glücksschwein und der Startnummer 13, unseren Golf durch die „grüne Hölle“ zu treiben.

Gleich der erste Lauf ließ Hoffnung aufkommen. 15. Platz von 150 Teilnehmern mit 13,6 Strafpunkten. Das heißt 1,36 Sekunden daneben, oder pro Runde etwas über 2 Zehntelsekunden.

Der zweite Lauf brachte dann schon die Ernüchterung. In Runde 4, kurz vor der Ziellinie, drei Autos in langsamer Fahrt nebeneinander vor uns.

Kein Vorbeikommen, eine Sekunde zu spät, und somit um 30 Plätze nach hinten gerutscht. Daran merkt man, wie hoch die Leistungsdichte in diesem Sport ist. Dieser 54. Platz sollte dann aber unser schlechtestes Ergebnis und gleichzeitig das Streichresultat in diesem Jahr werden.

Es folgte bei Lauf 3 ein sechster Platz und dann bei Lauf 4 die Krönung: Platz 3 von 156 mit 6,3 Strafpunkten also 1/10 Sekunde pro Runde.

Nach GLP 5 und 6 (Platz 12 und 9) wurde schon mal der Meisterschaftsstand ausgerechnet. Zu unserer Verblüffung standen wir auf dem 4. Rang. Uneinholbar vor uns drei Teams, welche diese Aufgabenstellung im laufe vieler Jahre zur Perfektion getrieben haben. Aber knapp hinter uns ein gutes Dutzend Verfolger, die uns diesen Platz noch gerne streitig gemacht hätten. Also kam es auf den letzten Schlagabtausch an. Mindestens ein Platz unter den ersten 15 müsste es sein, um unseren 4. zu behalten. 

Der besagte Morgen kam, und mit ihm der Regen. Alle Veranstaltungen vorher waren bei bestem Wetter. Doch nun zeigte die Nordschleife ihre tückische Seite. Etliche Fahrer unterschätzten dies und garnierten die Strecke mit Dreck und abgefahrenen Spoilern. Hinter bald jeder Kurve stand einer andersrum und die vielen gelben Flaggen der Streckenposten ließen ein zügiges Durchkommen kaum noch zu. Nachdem es zur Mitte der Prüfung etwas abtrocknete, begann der Regen wieder. Diesmal aber nicht überall, sondern Eifeltypisch abwechselnd, mal hier, mal hinter der Kuppe da. So manch einer wünscht sich jetzt zu Weihnachten ein ABS oder ESP. Wir aber meisterten diese Situation bestens und belegten am Ende einen 8. Platz von 144.  

Nun stehen wir auf der Meisterschaftstabelle, die immerhin über 400 Namen aufweist, an 4. Stelle und sind mächtig stolz darauf.  Inge Göbbels / Dieter Grunenberg


Wer noch mehr über GLP erfahren möchte, kann hier nachsehen: http://www.glp1.de  

Gleichmäßigkeits-Prüfungen Nürburgring Nordschleife

Saison 2009