Die „Metz“ ist kein Kindergeburtstag; so wurden wir schon bei der Fahrerbesprechung gewarnt. Nun gut, die Härte der Veranstaltung war uns aus dem Vorjahr bekannt. Dass es dieses Jahr noch eine Nummer „frikkeliger“ war, bestätigten alle der 88 gestarteten Teams.


Über die Rampe im Festzelt gestartet, kam schon nach 3 Minuten und 37 Sekunden hinter der ersten Lichtschranke für uns das vermeintliche Ende. Die Stoppuhr stand auf „0“ (warum auch immer) und wir ratlos vor der 2.Zeitnahme. Hektisches Kopfrechnen brach aus. Doch durch improvisieren konnte der Schaden noch in Grenzen gehalten werden.

Bei der Nachtprüfung dann der nächste Zwischenfall. Die Beleuchtung auf dem Kartenbrett quittierte mitten in der Wertungsprüfung ihren Dienst, was die nächsten Strafpunkte einbrachte.

Also auf den nächsten Tag hoffen und es sportlich sehen, „dabei sein ist alles“.


Bei strahlendem Sonnenschein und bis zu 33 Grad am späten Nachmittag lief es dann immer besser. Selbst die gefürchtete Prüfung auf dem Werksgelände der Firma Henglein meisterten wir mit Bravour.


Nach 165 Lichtschranken und einigen Zwischenstationen unter anderem bei Frankens größtem Autohersteller (Fa. Herpa, Miniaturmodelle) schob sich die Karawane aus historischem Blech wieder über die Zielrampe im festlich geschmückten Zelt.


Fast 500 Kilometer allerfeinster Strecke lagen hinter uns, allerdings mit hohem Schotteranteil und bösen Kurven. Wie die berühmte Spitzkehre in Defersdorf. Besetzt mit hunderten Schaulustigen, die jeden frenetisch bejubeln, der sie mit der Handbremse meistert, und jeden gnadenlos auspfeifen, der zurücksetzen muss. Eben kein Kindergeburtstag.


Am Abend dann, nach einem köstlichen Buffet, die Siegerehrung, erstmals wie früher bei der „scharfen Metz“ im Festzelt.

Und wir konnten es fast nicht glauben: 3.Platz (von 24) in der Klasse, 4.in der Gruppe Sanduhr (von 33) und im Gesamt immerhin noch 34. war unser Ergebnis.

Einer unserer größten Erfolge, zu mal nach dem vermasselten Auftakt. Der Satz: „am Ende wird zusammengezählt“ hat sich mal wieder bestätigt.


So kann der 1.Vorsitzende des AC-Stein, Wilhelm Pfersdorff (seit 42 Jahren ununterbrochen im Amt) zufrieden über eine gelungene Spitzenveranstaltung sinnieren.


D. Grunenberg / I.Göbbels

27. / 28.04.2012

8. Int. Metz Rallye Classic